Der systematische Mord an hunderttausenden Menschen mit Be_hinderung oder mit psychischen Erkrankungen in der Zeit des Nationalsozialismus wurde in Ost und West lange Zeit verdrängt. Erst dieses Jahr, 80 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes, wurden die Opfer offiziell vom Bundestag anerkannt.
Wir wollen uns auf Spurensuche begeben: Was ist damals in Leipzig und Umgebung geschehen? Wie steht es heute um Gedenken und Sichtbarkeit?
Aber auch: Was geschah in den vielen Jahren dazwischen?
Wir besuchen dazu die Orte Leipzig-Dösen, Altscherbitz und Bernburg.
Dort wollen wir uns damit auseinandersetzen, wozu das „Recht des Stärkeren“ und die Verwertungslogik von Menschen und ihrer Arbeitskraft in letzter Konsequenz führte, und welchen Einfluss dieses Denken auf den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Be_hinderung oder psychischen Erkrankungen hatte und bis heute hat.
Gedenkfahrt nach Bernburg an der Saale
Treffen um 10:45 am HBF Leipzig, Gleis 10
Ankunft in Leipzig gegen 18 Uhr
Auf dem Gelände des heutigen Fachklinikums Bernburg befand sich ab 1940 eine der sechs zentralen „Euthanasie“-Tötungsanstalten.
Wir erhalten eine Begleitung durch die Gedenkstätte.
Die Fahrt ist auf 25 Teilnehmer*innen beschränkt, bitte meldet euch an und sagt Bescheid, falls ihr eine Zugfahrkarte braucht.